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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Die Rotation amerikanischer U-Boote der Virginia-Klasse auf dem australischen Marinestützpunkt HMAS Stirling soll 2027 beginnen und 2032 enden. Australiens Minister für Verteidigungsindustrie, Pat Conroy, bezeichnet die sogenannte Submarine Rotation Force West als auf fünf Jahre begrenzt. Wie lange die US-Boote jährlich vor Ort bleiben, hält er aus operativen Gründen geheim. Nach dem Ende der Rotation dürften amerikanische und britische U-Boote den Stützpunkt weiterhin besuchen. Conroy weist zugleich die Behauptung zurück, HMAS Stirling werde faktisch zu einer US-Basis oder die Vereinbarungen legten Australiens Beteiligung an einem künftigen Konflikt im Voraus fest.
Die Rotation amerikanischer U-Boote der Virginia-Klasse auf HMAS Stirling in Westaustralien soll 2027 beginnen und 2032 enden, sagte Australiens Minister für Verteidigungsindustrie Pat Conroy gegenüber ABC.
Die Präsenz trägt den Namen Submarine Rotation Force West, kurz SRF-West. Conroy beschreibt sie als eine auf fünf Jahre begrenzte Verpflichtung. Ihr Ende ist für den Zeitpunkt vorgesehen, an dem Australien eigene atomgetriebene U-Boote auf HMAS Stirling stationiert.
Die US-U-Boote werden laut Conroy nicht das ganze Jahr am Stützpunkt bleiben. Wie lange sie sich jährlich dort aufhalten sollen, wollte er aus operativen Gründen nicht angeben.
Am 29. Juli 2026 hält sich Conroy in Washington auf, um mit ranghohen Vertretern des Pentagons über das AUKUS-U-Boot-Programm zu sprechen. AUKUS ist eine militärische Kooperation Australiens, der Vereinigten Staaten und des Vereinigten Königreichs, jedoch formell kein Militärbündnis.
Zu seinen Gesprächspartnern gehören der US-Marineminister Hung Cao und der US-Heeresminister Dan Driscoll.
Conroy soll außerdem eine U-Boot-Werft in South Carolina besuchen und einen Vertrag über 2 Millionen Dollar bekannt geben. Dieser betrifft die Verwendung australischer Stahlerzeugnisse in amerikanischen U-Booten.
Die Militärexpertin und frühere Kriegführungsoffizierin der Royal Australian Navy Jennifer Parker bezeichnete die Ankündigung eines festen Enddatums für die Rotation als überraschend.
Conroy wies die unter anderem vom früheren Außenminister Gareth Evans und vom früheren Premierminister Malcolm Turnbull vertretene Auffassung zurück, HMAS Stirling werde faktisch zu einem amerikanischen Stützpunkt.
Der Minister erkannte zugleich die strategische Bedeutung des Standorts für Australien und die Vereinigten Staaten an, insbesondere als Zugang zum Indischen Ozean.
Der amerikanische Konteradmiral Lincoln Reifsteck beschrieb HMAS Stirling als zusätzlichen Reparatur- und Versorgungspunkt neben Guam und Pearl Harbor. Dieser Zugang könne der US Navy im Fall eines Konflikts mit China eine schnellere Rückkehr in den Einsatz ermöglichen.
Nach Conroys Darstellung legen die bestehenden Vereinbarungen Australiens Beteiligung an einem künftigen Konflikt nicht im Voraus fest. Die jeweils amtierende Regierung werde über den Einsatz australischer Streitkräfte sowie über die auf australischem Hoheitsgebiet zulässigen Aktivitäten ausländischer Streitkräfte entscheiden.
Die Australian Submarine Agency, die für Australiens U-Boot-Programm zuständige Behörde, rechnet damit, dass die amerikanische und die britische Marine HMAS Stirling auch nach 2032 weiter nutzen werden. Atomgetriebene U-Boote beider Staaten besuchen den Stützpunkt bereits seit Jahrzehnten.
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Diese Besuche wären nicht mehr Teil der für 2027 bis 2032 angekündigten fünfjährigen Rotation.
Der frühere australische Innenstaatssekretär Mike Pezzullo forderte in The Australian am Wochenende vor dem 29. Juli 2026 eine öffentliche Debatte über die militärischen Vorhaben der Vereinigten Staaten in Australien.
Pezzullo zufolge könnte eine jüngste Entscheidung des US-Kongresses es U-Booten der Virginia-Klasse und anderen amerikanischen Schiffen ab 2032 erlauben, taktische Atomwaffen mitzuführen. Diese sollten den Vereinigten Staaten begrenzte Nuklearschläge gegen militärische und strategische Ziele ermöglichen.
Conroy entgegnete, diese Frage betreffe SRF-West nicht, weil die angekündigte Rotation 2032 bereits beendet sein werde.
Die genaue jährliche Aufenthaltsdauer der amerikanischen U-Boote auf HMAS Stirling ist aus operativen Gründen nicht öffentlich bekannt.
Die verfügbaren Angaben nennen keine Einzelheiten zu den erwarteten amerikanischen und britischen Besuchen nach 2032.