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Ausland
Herz — Desk International · · Zusammenfassung 30 s · Artikel 3 Min.
Deutschland will in den kommenden Jahren bis zu 9 Milliarden Euro in die Fusionsforschung investieren. Damit soll das Land die Chance erhalten, Standort des weltweit ersten Fusionsreaktors zu werden. Laut Handelsblatt will Bundesforschungsministerin Dorothee Bär an diesem Mittwoch die Standorte mehrerer regionaler Forschungszentren bekannt geben. Mehr als 30 Hochschulen, außeruniversitäre Institute und Unternehmen beteiligen sich. Im Mittelpunkt stehen Magnet- und Laserfusion sowie Brennstoffe, Werkstoffe und Lasertargets. Nach der Startphase soll die Privatwirtschaft den überwiegenden Teil der Finanzierung übernehmen. Strom wird mit Fusion bislang nicht kommerziell erzeugt.
Die Bundesregierung will die heimische Fusionsforschung ausbauen. Deutschland soll dadurch die Chance erhalten, Standort des weltweit ersten Fusionsreaktors zu werden.
Nach Informationen des Handelsblatts will Bundesforschungsministerin Dorothee Bär an diesem Mittwoch gemeinsam mit Vertretern der Länder die Standorte mehrerer regionaler Fusionszentren bekannt geben.
Mehr als 30 Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen arbeiten in den regionalen Zentren an der Energiegewinnung durch die Verschmelzung leichter Atomkerne.
Bär plant für die kommenden Jahre Investitionen von bis zu 9 Milliarden Euro. Das Geld soll aus der mit 18 Milliarden Euro ausgestatteten deutschen Hightech-Strategie kommen.
Jedes Zentrum soll zunächst mehrere Millionen Euro erhalten. Damit sollen spätere Förderprogramme für den Bau eines ersten Fusionsreaktors vorbereitet werden.
Die Bundesregierung erwartet zugleich erhebliche Eigenmittel der beteiligten Unternehmen. Nach der Anlaufphase soll der private Finanzierungsanteil überwiegen.
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Ein erstes Zentrum soll die Magnetfusion voranbringen. Dabei verschmelzen leichte Atomkerne zu einem schwereren Kern. Die Arbeiten stützen sich auf die Forschungsanlagen in Garching und Greifswald.
Die Anlagen werden vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik betrieben und dienen auch der Ausbildung von Fachkräften. Zudem wird ein möglicher Betrieb mit Tritium geprüft.
Tritium ist ein Wasserstoffisotop, dessen Atomkern aus einem Proton und zwei Neutronen besteht.
In Bayern sollen Proxima Fusion und das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik ein Zentrum zur Magnetfusion leiten. Gauss Fusion soll sich daran beteiligen.
Eine zweite Gruppe regionaler Zentren soll sich mit Laserfusion befassen. Focused Energy übernimmt in Biblis die Leitung der industriellen Forschung.
Marvel Fusion und European XFEL sollen in Hamburg und Schleswig-Holstein Lasertargets untersuchen. Ein solches Target ist das Brennstoffkügelchen, das während des Fusionsprozesses gezündet wird.
European XFEL ist eine 3,4 Kilometer lange Forschungsanlage mit einem europäischen Röntgen-Freie-Elektronen-Laser. Sie kann Objekte auf atomarer Ebene beobachten.
Die Anlage soll helfen, das Verhalten und die Instabilitäten von Targets unter Laserbeschuss zu untersuchen. Auch die Universität Rostock forscht gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf an der Laserfusion.
Am Karlsruher Institut für Technologie soll ein drittes Zentrum entstehen. Es erforscht Werkstoffe und Brennstoffe für künftige Reaktoren, die Temperaturen von mehr als 100 Millionen Grad standhalten müssen.
Nach Einschätzung des Bundesministeriums befindet sich die Forschung zum Brennstoffkreislauf noch in einem frühen Stadium. Zu klären sind unter anderem Menge und Halbwertszeit der entstehenden radioaktiven Abfälle.
Trotz jahrzehntelanger wissenschaftlicher und industrieller Forschung ermöglicht die Fusion auf der Erde bislang keine eigenständige Stromerzeugung.
Wann ein erster Reaktor gebaut werden könnte und ob er tatsächlich in Deutschland entsteht, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Die USA und China nehmen in diesem Forschungsfeld derzeit führende Positionen ein. Gleichzeitig steigen die Investitionen in Unternehmen der Branche schnell.
Dorothee Bär plant in den kommenden Jahren bis zu 9 Milliarden Euro. Die Mittel sollen aus einer Hightech-Strategie mit einem Gesamtvolumen von 18 Milliarden Euro stammen.
Mehr als 30 Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen wirken an den regionalen Zentren mit.
Die Arbeiten betreffen Magnet- und Laserfusion, Brennstofftargets, Werkstoffe sowie den Brennstoffkreislauf.
Nein. Die Fusion ermöglicht auf der Erde bislang keine eigenständige Stromerzeugung.